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WOLF BIERMANN & PAMELA BIERMANN und das NEUE ZENTRALQUARTETT

»... paar eckige Runden drehn!« Biermann meets Jazz
Do10.01. Fr11.01. Sa12.01. So13.01. Mo14.01. Di15.01. Mi16.01.
20:00

"Jazz is freedom" – dies wahre Wort prägte einer der kreativsten Meister seiner Musik, Thelonious Monk. Jazz war immer auch politisch, sein freies Spiel lieferte so manchen "Soundtrack" in sozialen Konflikten.
"Nur wer sich ändert, bleibt sich treu" wurde ein geflügeltes Wort von Wolf Biermann, und in diesem Sinne erfüllt dieses Konzert sowohl die Erwartungen von Biermann-Fans, wie die der Jazz-Liebhaber.

Wolf Biermann hat mit seinen Liedern und Gedichten, wie kein anderer Dichter radikal das Staats -und Parteiensystem der DDR kritisiert. Ab 1965 versuchten die Herrschenden der DDR durch die Verhängung eines totalen Auftritts- und Publikationsverbots Wolf Biermann mundtot zu machen. Doch der Dichter beugte sich nicht, seine scharfe Kritik führte schließlich zu seiner Ausbürgerung im November 1976.

Wolf Biermann und das ZentralQuartett kennen einander seit den siebziger Jahren und sind seither Freunde und Weggefährten. Das ZENTRALQUARTETT gründete sich Anfang der 70 Jahre in der DDR und setzte im Bereich Free Jazz neue Maßstäbe. Die Rebellion zur Freiheit, die Wolf Biermann in seinen Liedern lebte, transportierten die Musiker über ihre Improvisationen und Kompositionen: "Die Viererbande personifizierte, was den "freien Jazz" in der DDR besonders machte: Spontanes und Strukturiertes, Hymnisches und Elegisches, Ausbruch und Aufbruch" ( MDR Figaro).
Die ironische Anspielung durch die Namensgebung ZENTRALQUARTETT auf das Zentralkomitee der SED (das Machtorgan der DDR) zeigt auch eine andere Seite: Dieser Jazz war nicht nur Ausdruck des Widerstandes und des Unangepasst-Seins, sondern auch Ausdruck für eine Art Humor, der wohl allen Diktaturen abgeht - und deshalb von den Mächtigen gefürchtet ist.

Wolf Biermann, gemeinsam mit seiner Frau, der Sängerin Pamela Biermann, und das NEUE ZENTRALQUARTETT lassen die "Best of Biermann"-Lieder in einem völlig neuen Sound erklingen. Klassiker wie "Ermutigung" oder "Und als wir an Ufer kamen" stehen neben den wild-experimentellen Schlagzeugsoli Baby Sommers, innige Duette von Wolf Biermann und Pamela Biermann zur Gitarre treffen auf die knallenden Bläsersätze von Thewes und Walsdorff und dem virtuosen Spiel Uli Gumperts. Das ist das "donnernde Leben", wie es der Liederdichter einst beschrieb.

Wolf Biermann und Pamela Biermann drehen mit dem NEUEN ZENTRALQUARTETT ".... paar eckige Runden" - unangepasst, frei und lebendig, so wie ihre gemeinsame Musik.

Mit
WOLF & PAMELA BIERMANN Gesang
ULRICH GUMPERT Klavier
GÜNTER BABY SOMMER Schlagwerk
HENRIK WALSDORF Altsaxophon
CHRISTOF THEWES Posaune


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