ab Donnerstag, 16.Januar

1917

Regie: Sam Mendes
USA 2019 • 110 min

Sam Mendes bildgewaltige Version des 1. Weltkriegs. Der Film folgt auf dem Höhepunkt des 1. Weltkrieges einen Tag lang zwei Soldaten. Die beiden müssen eine scheinbar unmögliche Mission erfüllen. In einem Wettlauf gegen die Zeit müssen sie feindliches Territorium durchqueren und eine Nachricht übermitteln, die einen tödlichen Angriff auf Hunderte von Soldaten verhindert - darunter auch Blakes eigenen Bruder.

"Dies ist der Film, über den im Vorfeld schon jeder Kinoliebhaber spricht, nicht so sehr seines Themas wegen oder der Stars, sondern wegen seiner Machart. „1917“, der neue Film von Sam Mendes „American Beauty“, „Spectre“), ist in einer einzigen Aufnahme und damit in Echtzeit gedreht. Es gibt also keinen Schnitt, Handlung und Zeit bilden eine unverbrüchliche Einheit. „Slice of time“ nennt Sam Mendes das – ein Ausschnitt der Zeit, bei der die Kamera (und mit ihr der Zuschauer) immer ganz nah bei den Charakteren ist.
Das ist eigentlich nichts Neues: 2015 führte uns Sebastian Schipper in „Victoria“ in einer einzigen Einstellung durch das Nachtleben von Berlin, 2002 erkundete Alexander Sokurow auf dieselbe Weise die 35 Säle der Eremitage in St. Petersburg, nicht zu vergessen „Cocktail für eine Leiche“ von Alfred Hitchcock, der die ganze Sache aber als Experiment angesehen hatte, mit dem er am Ende nicht zufrieden war. Mendes hat die One-Shot-Einstellung nun perfektioniert. Dadurch, dass die Figuren ständig in Bewegung sind, ändern sich die Bilder, die Landschaft erscheint wie ein endloser Hintergrund, der dem Auge keine Ruhe lässt.
So gleitet die elegante Kamera durch die Schützengräben und nimmt den Zuschauer quasi mit. Das ist ebenso spannend wie bildstark, ebenso genial wie überwältigend gemacht. In kleinen Nebenrollen sind Stars wie Colin Firth oder Benedict Cumberbatch zu sehen." (programmkino.de)

Anmerkung:

In einem Featurette auf Youtube kann man nach verfolgen, wie die kleine Steadicam-Kamera, gehalten an zwei langen Griffen, immer weitergereicht wird, von einem Kran in die Hände zweier laufender Männer, von dort auf einen Kamerawagen, zwischendurch auf ein Drahtgestell, das Aufnahmen von oben oder tiefe Auf- und Abbewegungen ermöglicht. Ausleuchten des Sets war unmöglich, ebenso Wiederholungen. (siehe Link unten)


Making-of-Video
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