Ema

Regie: Pablo Larraín
Chile 2020 • FSK: ab 12 Jahren • 107 min

Als künstlerische Freigeister einer Tanzkompanie bestreiten Ema und Gastón ihr Leben. Doch das ist aus den Fugen geraten, als ihr kleiner Adoptivsohn Polo Emas Schwester schwer verletzt. Doch statt das gemeinsam durchzustehen, gibt Ema, die sehr impulsiv ist, ihren Adoptivsohn zurück, ohne sich über die Konsequenzen bewusst zu sein. Denn nun ist sie der Kritik und Meinung ihrer Mitmenschen ausgesetzt und die ist nicht positiv. Neben Jugendamt und Kollegen ist es auch ihr Partner, der ihre Entscheidung als eigenmächtig und herzlos verurteilt. Doch Ema wäre nicht das, was sie heute ist, wenn sie offen leiden würde und so stürtzt sich die Frau ins Leben und legt zusammen mit ihrer Mädels-Gang die Welt um sich in Flammen. Dabei nutzt sie als Ventil Reggaeton, den man auch als Tanz der Straße bezeichnet. Und so experimentiert Ema mit allem, was sie zur Verfügung hat, verführt Männer und Frauen, überschreitet Grenzen und tut alles, um am Ende die Fäden in der Hand zu haben.

Regisseur Pablo Larraín (“NERUDA“, „JACKIE – DIE FIRST LADY“) schuf mit „EMA“ einen Film über eine Frau, die ihren Weg geht, auch wenn sie Fehler gemacht hat, und ihr Ziel mit eisernem Willen verfolgt und nicht aus dem Blick verliert. Dabei brilliert Mariana Di Girolamo als Ema, die der jungen Frau genau das gibt, was sie ist, selbstbewusst, modern, schillernd und polarisierend, die ihren Weg findet und beschreitet.

„EMA“ ist ein Film, auf den man sich einlassen sollte, denn dann bekommt man wunderbares energiegeladenes Kino präsentiert.

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