Corpus Christi

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Slavistik der TU Dresden
Boze Cialo
Originalfassung mit UT
Regie: Jan Komasa
Polen 2019 • FSK: ab 16 Jahren • 115 min

Der 20jährige Häftling Daniel lässt sich zwar im Gefängnis kaum eine Schlägerei entgehen, fällt aber beim Tischlern positiv auf. Während des Gottesdienstes fi ndet er den Weg zum christlichen Glauben. Aufgrund seiner Straftaten kommt für den ambitionierten Neu-Christen allerdings keine Laufbahn als Priester in Frage.
Als der junge Mann in ein Dorf geschickt wird, um dort in einem Sägewerk zu arbeiten, schlägt er dem Schicksal ein Schnippchen. Kurzerhand übernimmt Daniel die vakante Priesterstelle und kümmert sich fortan um die kleine Gemeinde. Für die Menschen dort, die nach einem traumatischen Ereignis unter Schock stehen, ist die Ankunft des vermeintlichen neuen Pfarrers eine Chance, endlich die Tragödie hinter sich zu lassen. Sein unkonventioneller Stil kommt anfangs gut an, die Situation droht aber zu eskalieren, als er sich mit dem Bürgermeister anlegt.
Das Leben selbst liefert die besten Drehbücher, der Film beruht auf einer
wahren Begebenheit. Emotional, einfühlsam und auch brutal wechselt der Fokus zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft, der Film treibt die Figuren an ihre Grenzen. Vor allem der grandiose Hauptdarsteller Bartosz Bielenia bleibt im Gedächtnis, der seine Rolle glaubwürdig verkörpert – verletzlich und brutal, ehrlich und doch nicht alles preisgebend.

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