Quo Vadis, Aida?

Originalfassung mit UT
Regie: Jasmila Žbanić
Bosnien und Herzegowina/Österreich/Rumänien/Niederlande/Deutschland/Polen/Frankreich/Norwegen 2020 • FSK: ab 12 Jahren • 104 min

Bosnien, Juli 1995: Aida ist Übersetzerin für die UN in der Kleinstadt Srebrenica. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, gehört ihre Familie zu den Tausenden von Menschen, die im UN-Lager Schutz suchen. Als Dolmetscherin in den Verhandlungen hat Aida Zugang zu entscheidenden Informationen. Sie versucht dabei, Lügen und Wahrheiten auseinander zu halten, um herauszufinden, wie sie ihre Familie und ihre Mitbürger retten könnte.

Aida kämpft immer verzweifelter, wächst über sich selbst hinaus. „Quo Vadis, Aida?“ erzählt von einer Frau, deren Schicksal für das einer ganzen Generation von Frauen steht, die den Krieg in Bosnien überlebt haben. Mehr als 8000 – fast ausschließlich männliche – Zivilisten wurden bei dem als Genozid eingestuften Massaker von Srebrenica von der bosnisch-serbischen Armee ermordet und in Massengräbern verscharrt. Es gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit Ende des Zweiten Weltkriegs und bis heute erscheint es unbegreiflich, dass es vor den Augen der Staatengemeinschaft, mitten in Europa, zu einer solchen Katastrophe kommen konnte.
Anknüpfend an ihr ausgezeichnetes Debüt „Esmas Geheimnis“ liefert Jasmila Žbanić einen essenziellen Beitrag zur Verarbeitung des Bosnienkrieges. Im Fokus steht die weibliche Perspektive eines männlich dominierten Krieges.

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